Goldfries
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Kaffee & Kuchen im Lieblingscafé

 

Über uns 



 

Unser Café


 











Caféhistorie

Unsere Friesenstraße liegt in Berlin-Kreuzberg. Nicht wenige behaupten, dass die Friesenstraße die schönste Straße in Berlin ist. Wie dem auch sei, eines ist ganz sicher: Hier befindet sich mit dem Goldfries das leckerste und beste Café 'in town'. 

Und darauf sind wir natürlich schon ein klein wenig stolz. Na ja, eigentlich sind wir darauf sehr stolz!

                                              

Natürlich ist der bekannteste Friese an sich Otto.  Aber, unser Cafe hat mit Otto nicht so viel zu tun.
Seit Dezember 2015 gibt es unser Cafe Goldfries. Im Goldfries kann man beispielsweise über die großen und drängenden Fragen der Zeit gut nachsinnen und philosophieren.
Allein die wichtige Frage, von wo bis wohin und warum überhaupt unsere Straße so verläuft, wie sie verläuft, sollte bei einem leckeren Kaffee und einem selbstgebackenen Stück Kuchen aus unserem Sortiment besprochen werden.

Unsere Straße heißt im Übrigen seit dem 25. September 1884 – ein Donnerstag – Friesenstraße, weil an dieser Stelle einmal der Mitbegründer der deutschen Turnbewegung mit dem tollen Namen Karl Friedrich Friesen (ohne Friedrich läuft ja in Berlin zur Zeit von Königen und Kaiser bekanntlich nix), durch die bis dahin namenlose (Friesen-)Straße gelaufen ist, und dabei ganz nebenbei das Joggen in Berlin so richtig ins Leben gerufen und populär gemacht hat. Unter uns sportlichen Leuten sei gesagt, dass Friesen ja das Joggen auch erfunden hat.
Echt gute Jogger rufen sich deshalb beim Überholen eines anderen Jogger nicht ohne Grund das Wort "friesen" zu und  wollen damit zum Ausdruck bringen, dass der Rufende  und nicht der Überholte den Marathon gewinnt. Sie kennen das Wort nicht ... vielleicht sollten sie einmal unserer Straße entlang ein kleines Lauftrainig absolvieren ... dann überholen auch sie vielleicht mal jemanden :-) oder besser noch: sie werden überholt und hören dabei das Wort "friesen".

Die durchaus sportliche Legende erzählt: An der Stelle, wo heute sich das Goldfries befindet, soll, so besagt es wenigstens die gut belegte Legende und die  leider nicht mehr auffindbaren schriftlichen Dokumente (Fotos gab es noch keine) der junge und sportliche und attraktive Karl Friedrich bei seinem ersten Marathon bereits zusammengebrochen sein. Erschöpft und fast tot brachte ihm eine junge Maid ein Stück Kuchen und reichte dem atemlos gewordenen jungen Kerl einen lecker schmeckenden Cafe. Und was sollen wir lange herum berichten: Karl Friedrich, trank, lief und siegte. (nebenbei bemerkt: das gerne Julius Caesar zugeschriebene lat. Zitat "veni, vidi, vici" soll übrigens nachträglich erfunden worden sein und was nicht ganz unwichtig ist, im eigentlichen Sinne auf unseren Karl Friedrich Friesen zurückzuführen sein).

Wie dem auch sei. Nach seiner Stärkung durch den Kaffee und das Kuchenstück gewann unser sportlicher Held locker, flockig und weit vor den anderen Läufern.

Wer das jetzt vielleicht nicht gleich auf Anhieb glaubt, vielmehr beim Lesen der Geschichte unsympathisch den Kopf schüttelt und sich denkt, so ein Blödsinn, für denjenigen oder diejenige, sei Folgendes hinzugefügt:
Zeuge der dramatischen Szene war niemand geringeres als Friedrich Wilhelm III. und seine gutaussehende Frau. Der königliche Friedrich hatte am 16. November 1797 mit Glanz und Gloria von seinem verblichenen und nicht gerade sportlichen Papa den Thron geerbt. Und Friedrch Wilhelm III. war im Gegensatz zu seinem Papa sportlich und kuckte sich viele Marathonläufe in Berlin an. Vor allem seine Frau Luise, eine geborene Mecklenburg-Strelitz, war ein totaler Fan der Laufkunst unseres jungen Karl Friedrich Friesen. Böse Zungen behaupten da sei mehr im Spiel als das olle Laufen gewesen, aber das ist jetzt nicht wirklich belegt und verdient von daher nicht berichtet zu werden. Von daher sollten alle Zweifel an dem wahren Gehalt unserer Geschichte beiseite gewischt sein!Wie aber ging es weiter mit dem jungen Friesen?

Karl Friedrich Friesen starb. Mit schlappen 30 Jahren. Die Befreiungskriege  waren schuld! Und Napoleon war schuld.
Wehrlos wurde er erschlagen. Friesen, nicht Napoleon. Traurig irgendwie, aber so war es nun mal. Dumm gelaufen, um in der Läufersprache zu bleiben. Im gleichen Jahr ist auch die wunderhübsche Königin Luise verblichen. Zufall? Aber bleiben wir weiterhin sachlich und diskret. Unser Held ist so oder so tot.

Friesens Ende mahnt uns, dass wir unser Leben genießen sollen, nicht mit billigen Plunder, sondern eben mit edlem Kaffee und feinsten Kuchen von Goldfries.

Für die sportlich Interessierten unter unseren Gästen sei der Vollständigkeit halber berichtet, dass der junge Friesen neue Turnübungen erfand (sogar der Trend "Yoga" lässt sich auf ihn zurückführen).

An der Berliner Unterbaumbrücke eröffnete unser sportlicher Athlet die erste deutschen Schwimmanstalt eröffnet. Schwimmen konnte er also auch der Friesen. Ziemlich gut sogar. Ob er das deutsche Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ in allen uns bekannten Gattungen Bronze, Goldfries und Kupfer auch wirklich erfand, sei allerdings dahingestellt. – Aber wir haben ein Gutachten in Auftrag gegeben und kriegen das sicher auch bald sportlich bestätigt.

Nebenbei sei an einen gut gemeinten Bericht im TV erinnert:


  

http://www.diegeschichteberlins.de/blog/84-nachrichten/831-2015-06-22-09-31-41.html


        

Tja, jetzt wissen alle, die sich den Beitrag angekuckt haben, dass es die Unterbaumbrücke als Unterbaumbrücke gar nicht mehr in Berlin gibt, was aber nicht  ganz stimmt, weil die Unterbaumbrücke nur nicht mehr Unterbaumbrücke, sondern jetzt ganz anders heisst. Aber das ist jetzt wirklich nebensächlich und viel wichtiger ist es ja auch, dass es die Oberbaumbrücke nach wie vor als Oberbaumbrücke gibt. Und was hat das alles mit seinem Schwimmbad zu tun? Keine Ahnung. Allerdings, wer von der ehemaligen Unterbaumbrücke in den darunterfliessenden Fluss springt, der wird auf jeden Fall nass und ist besser dran, wenn er oder sie schwimmen kann.


Tja, nicht nur sportlich, sondern vor allem auch politisch war unser Friesen unterwegs. Er kämpfte gegen Napoleon, gründete mit Ferdinand von Schill (ich glaube der wurde später Richter in Hamburg, aber das ist auch nur furchtbar) eine der ersten James Bond Organisationen auf deutschen Boden. Ob Sie als Vorbild für die Stasi großen Einfluss hatte, wissen wir nicht genau. Die Friesen –  Akte war leider nach der Wende nicht mehr auffindbar.

  


1810 gründete Friesen mit Friedrich (wieder ein Fritz) Jahn, unserem Turnvater, den Deutschen Bund. Auch der war ein Geheimbund, mit welchem er die bewaffnete Erhebung und die sittliche Erneuerung des deutschen Volkes anstrebte. Eigentlich hört sich das alles furchtbar ab, aber so ging es halt mal zu in Deutschland im 19. Jahrhundert.


    

Als kleine Erinnerung  an diese Geheimbünde haben wir gegenüber eine kleine unscheinbare Polizeistadion eingerichtet. Sie essen und trinken bei uns nicht nur preiswert und gut, sondern auch ziemlich sicher preiswert und gut.
Friesen verfasste zusammen mit Jahn die Denkschrift "Ordnung und Einrichtung der deutschen Burschenschaften". Das ist zwar nicht wirklich lesenswert, aber dennoch sind bei uns Frauen und Mädchen ganz gerne gesehen. Wir sind anders als der olle Friesen doch sehr für die Gleichberechtigung. Als Beweis dafür kann gut und gerne gelten, dass wir für Frauen und Männer die gleichen Preise haben. Aber natürlich haben auch Männer in unserem Leben Platz!